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Verkehrsmanagement Region Bern Nord

Zusätzliche Lichtsignalanlagen und elektronische Informationstafeln sind die ersten sichtbaren Elemente des künftigen Verkehrsmanagements in der Region Bern Nord. Sie sollen ab 2022 für einen besseren und sichereren Verkehrsfluss sorgen. Hier erfahren Sie mehr.

Auf Bäriswiler Boden präsentierte Regierungsrat Christoph Neuhaus Anfang August den Medienvertretern die neu installierte elektronische Verkehrsinformationstafel an der Bernstrasse. Insgesamt werden auf den wichtigen Einfallsachsen in der Region Bern Nord 15 solche Verkehrsinformationsdisplays aufgestellt, davon sind fünf auf der Autobahn bereits in Betrieb.

Die Verkehrsinformationstafeln werden Autofahrende künftig bei Verkehrsüberlastung darüber orientieren, wie lange die Fahrt ins Zentrum noch dauert. Die aufgeschalteten Informationen erlauben einen Zeitvergleich zwischen Autobahn und Kantonsstrasse. Sie weisen Verkehrsteilnehmende auf den Grund für verlängerte Reisezeiten hin (Unfall, Baustelle, Veranstaltung) und können auch für Hinweise zur Verkehrssicherheit genutzt werden (z. B. «Achtung Kinder Schulanfang»). Durch die verbesserte Verkehrsinformation sollen die Verkehrsbelastungen auf den Hauptachsen ausgeglichen und Ausweichverkehr vermieden werden. Für die Verkehrsteilnehmenden werden die Reisezeiten künftig berechenbarer sein als heute.

Die vorgesehenen Massnahmen im Rahmen des Verkehrsmanagements Region Bern Nord.
Die vorgesehenen Massnahmen im Rahmen des Verkehrsmanagements Region Bern Nord.

Dosierung des Verkehrs am Ortseingang
Im Zuge des Projekts «Verkehrsmanagement Region Bern Nord» hat der Kanton im letzten Halbjahr auch die Lichtsignalanlagen aufgerüstet. In den Gemeinden Münchenbuchsee, Urtenen-Schönbühl, Mattstetten, Bäriswil und Ittigen wurden 15 neue Lichtsignalanlagen installiert, weitere 15 bestehende Lichtsignalanlagen in der Region Bern Nord wurden für das Verkehrsmanagement fit gemacht. Die Ampeln sind der sichtbare Teil von sogenannten Dosierstellen. Eine Dosierstelle ist eine Ampelanlage, welche den Verkehr am Ortsrand aufhält, sobald der Verkehr im Ortskern zähflüssig wird. Ziel ist es, im Siedlungsgebiet jederzeit einen flüssigen Verkehr zu gewährleisten. Dies erhöht die Sicherheit im Verkehr für alle Verkehrsteilnehmenden und verbessert die Lebensqualität der Anwohnenden. Eine Dosierstelle besteht aus einer Rot-Gelb-Ampel mit Haltebalken und dem Wechselsignal «Zentrum überlastet». Ein Schrank neben der Strasse enthält das entsprechende Steuergerät. Die Dosierstelle reagiert auf Signale von Messpunkten, die die Verkehrssituation im Umfeld der Dosierstelle erfassen. Die Ampeln mit Dosierfunktion bleiben nach ersten Funktionstests noch ausser Betrieb, hingegen sind jene, die zur Priorisierung von Bussen dienen, bereits im Betrieb.

Ampeln leuchten nur bei Verkehrsüberlastung
Wichtig zu wissen ist, dass die Ampeln von Dosierstellen sowohl im Probebetrieb wie auch nach Inbetriebnahme des Verkehrsmanagements 2022 nur dann eingeschaltet sein werden, wenn sich der Verkehr in den Ortszentren staut. Bei normalen Verkehrsverhältnissen bleiben sie schwarz und gewährleisten freie Durchfahrt.

Vorerst nur lokal gesteuerte Ampeln
In der aktuellen Phase des Projekts reagieren die Ampeln von Dosierstellen nur auf Signale von Messpunkten, welche die Verkehrssituation im lokalen Umfeld erfassen. Im Endzustand ab 2022 werden sie dann durch einen Verkehrssystemrechner gesteuert, der den aktuellen Verkehrsfluss grossflächig erfasst und aus diesen Daten eine «intelligente» Steuerung des Verkehrs in der ganzen Region vornimmt.

Etappierte Inbetriebnahme 2022
Der Verkehrssystemrechner befindet sich derzeit im Aufbau und soll Anfang nächsten Jahres in das Gesamtsystem integriert werden. Danach kann das grossräumige Verkehrsmanagement schrittweise in Betrieb genommen werden. Voraussichtlich im Frühling 2022 wird der Probebetrieb im nördlichen Teil der Region starten (Gemeinden Münchenbuchsee, Moosseedorf, Urtenen-Schönbühl). Im Sommer 2022 erfolgt dann die Inbetriebnahme des Systems in der ganzen Region (inkl. Gemeinden Zollikofen, Ittigen, Bolligen, Bern).

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Mit dem Projekt «Verkehrsmanagement Region Bern Nord» will das kantonale Tiefbauamt sicherstellen, dass der Verkehr auf den Strassen im Norden der Agglomeration Bern besser und sicherer fliesst: Weniger Stau in den Ortszentren, weniger Zeitverlust für Bus und Postauto. Anstatt die Strassen auszubauen, soll der Verkehr mit betrieblichen Massnahmen beeinflusst werden. Dazu dienen Lichtsignalanlagen an den Ortsrändern zur Dosierung des Verkehrs, die Bevorzugung von Bus und Postauto sowie Verkehrs-Informationstafeln mit Hinweisen zu Reisezeiten. Das Gesamtsystem wird 2022 in Etappen in Betrieb genommen: zuerst im nördlichen Teil, danach im südlichen Teil der Region Bern Nord.

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