Was ist Feuerbrand?
Der Feuerbrand ist eine sehr gefährliche Bakterienkrankheit des Kernobstes und einiger Zier- und Wildgehölze. Der Krankheitserreger, das Bakterium Erwinia amylovora, kann sich in einem Baum sehr rasch vermehren und ausbreiten. Ein befallener Baum kann innerhalb nur einer Vegetationsperiode absterben. Bekämpfungsmöglichkeiten fehlen weitgehend. Wegen seiner Gefährlichkeit wurde der Feuerbrand zur gemeingefährlichen Krankheit erklärt. Für befallene Pflanzen besteht eine Meldepflicht.
Wo kann man sich melden?
- Urs Knuchel, Schwendimann AG, Tel. 031 868 06 80
- Fachstelle für Pflanzenschutz, Rütti, 3052 Zollikofen, Tel. 031 910 53 30
Weitere Informationen
www.feuerbrand.ch
www.vol.be.ch
Informationsblatt "Feuerbrand im Obstbau"
Informationsblatt "Feuerbrand im Hausgarten"
Allgemeines zur Bekämpfung
Wegen seiner Gefährlichkeit ist die Bekämpfung des Feuerbrandes in der Bundesverordnung über Pflanzenschutz geregelt. Diese sieht vor, dass mit Feuerbrand befallene Pflanzen vernichtet, d. h. gerodet und verbrannt werden müssen. Diese Strategie ist als "Tilgungsstrategie" bekannt.
Meldepflicht
Jeder Feuerbrandverdacht muss der Fachstelle für Pflanzenschutz oder der Fachstelle für Obst und Beeren gemeldet werden. Diese organisiert einen Feuerbrandkontrolleur, der die verdächtige Pflanze erprobt. Die Proben werden unverzüglich ins Labor der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil geschickt. Aufgrund der starken Befallssituation in einigen Teilen der Schweizer Kantonen dauert die Untersuchung der Proben zur Zeit mindestens 5 - 10 Tage. Ist der Befund positiv, muss die befallene Pflanze gerodet werden.

