Broschüre

Willkommen in Bäriswil

Sie sind herzlich willkommen - in unserem Dorf, auf unserer Homepage, als zukünftiger Einwohner, als Gast in unseren beiden Dorfwirtschaften, als Wanderer oder Biker auf dem gut ausgebauten Wegnetz unseres Naherholungsgebietes oder einfach so.

Sie finden auf unserer Webseite fast alles, was Sie wissen möchten. Das Übrige erfahren Sie auf der Gemeindeverwaltung oder im Gespräch mit den Bäriswilerinnen und Bäriswilern.

Viel Vergnügen bei uns.

Alois Eisenring, Gemeindepräsident

Dorfansicht Bäriswil vom Giebel

 

 

Portrait



Kanton Bern
Verwaltungskreis Bern-Mittelland
EinwohnerInnen 1022
Fläche 273 Hektaren, daon 190 Hektaren Wald
Höchster Punkt 705 m.ü.M. (Längenberg)
Tiefster Punkt 525 m.ü.M. (Moos)
Steueranlage 1.54 Einheiten
Liegenschaftssteuer 1.2 Promille
Öffentlicher Verkehr RBS- Bus: Linie 38 (Schönbühl - Bäriswil - Mattstetten)
SBB: Bahnhof Urtenen-Schönbühl
Post Poststelle, Dorfstrasse 25
Schulen Spielgruppe
2-jähriger Kindergarten und Primarschule 1. – 6. Klasse in Bäriswil,
Oberstufenzentrum in Hindelbank
Restaurants Restaurant Bären und Restaurant Brunnen
Dorfzeitung „Der Bäriswiler“ erscheint vier Mal jährlich
   

Leitbild des Gemeinderates

Der Gemeinderat von Bäriswil will die Lebensqualität in Bäriswil erhalten und fördern.


Menschlichkeit

wir wollen

  • unsere Mitmenschen anerkennen und ernst nehmen 
  • tolerant und solidarisch handeln
  • Beziehungen und Wertschätzungen fördern
  • uns Zeit nehmen
  • Unangenehmem nicht aus dem Weg gehen

Wirtschaftlichkeit

wir wollen

  • haushälterisch umgehen mit Ressourcen
  • das Kosten-Nutzen Verhältnis von allen Seiten beleuchten
  • kostenbewusst handeln
  • umweltbewusst denken
  • effizient arbeiten

Kommunikation

wir wollen

  • den gegenseitigen Informationsfluss fördern
  • eine aktive Informationspolitik betreiben
  • Ansprechpartner sein für alle
  • mitdenken und unterstützend wirken
  • die Identifikation aller mit unserem Dorf fördern

Zusammenarbeit

wir wollen

  • offen sein für Anregung und Kritik
  • die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hochhalten und fördern
  • offen sein für neue Verwaltungsformen
  • die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen anstreben
  • den Mittelweg suchen zwischen Führung und Dienstleistung

Zukunftsorientierung

wir wollen

  • gute Informationen holen und sie verarbeiten
  • die Qualität und Professionalität unserer Leistung laufend überprüfen
  • Traditionen nicht vernachlässigen
  • die Eigenständigkeit unseres Dorfes bewahren
  • die Attraktivität unseres Dorfes behalten

 

Geschichte

Ältere Geschichte

Anfangs des letzten Jahrhunderts wurden im Chriegsholz, in der Nähe des Burger Waldhauses, Grabhügel aus der Hallstattzeit (800-450 v. Chr.) untersucht. Die archäologischen Funde stammen aus der Zeit um 550 v. Chr., der Zeit der frühen Kelten. Gefunden wurden gut erhaltener Armschmuck einer Frau, sogenannte Tonnenarmbänder und ein Gürtelblech. Beide Grabbeigaben bestehen aus dünnem Bronzeblech und sind reich verziert. Beim Gürtelblech erkennt man das Motiv des Hakenkreuzes, ein Sonnenrad-Symbol, das noch viel weiter in die Urgeschichte zurückweist.

 

Gürtelblech

 

 Tonnenarmbänder

 

Auch die Namensendung „wil“ (vom romanischen villa, villare = Landgut, Weiler) deutet darauf hin, dass sich in unserer Gegend ein römischer Gutshof befand. Später haben die Alemannen hier Fuss gefasst, wie der Name Perolteswilare in der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 861 zeigt. In dieser Urkunde (Foto und Abschrift sind auf der Gemeindeverwaltung) übergibt der begüterte Alemanne Theatart seine Güter in Perolteswilare, dem heutigen Bäriswil, dem Kloster St. Gallen. Perolteswilare heisst: der Hof des Alemannen Perolt = waltend wie ein Bär. Um 1300 wurde aus Bäriswil eine private Herrschaft, die im Besitz der Berner Familien von Ergöw und Münzer war, bis sie 1531 an die von Erlach gelangte. In dieser Familie verblieb Bäriswil bis 1798. Bäriswil gehörte am Ende des Ancien Régime zu einem grösseren Komplex von Herrschaftsrechten, welche die von Erlach vereinigten. Dazu gehörten Urtenen, Mattstetten, Moosseedorf mit Hofwil, Hindelbank und seit 1720 auch Jegenstorf (durch Albrecht Friedrich von Erlach erworben). Bäriswil gehörte zum Landgericht Zollikofen. Im Verzeichnis der Haushaltungen im unteren Teil des Landgerichtes Zollikofen von 1653 sind für Bäriswil „4 Pursame und 9 Dauwner“, also 4 Bauern und 9 Taglöhner, erwähnt.


Neuere Geschichte

Bäriswil hat weder stürmische Geschichtsereignisse noch grosse wirtschaftliche Entwicklungen erlebt. Im Jahre 1823 wurde der Bürgerrodel der Gemeinde Bäriswil eröffnet und 1838 das Reglement der Einwohnergemeinde Bäriswil vom Regierungsrat der Republik Bern genehmigt. Bis 1925 war Bäriswil im Armen- und Fürsorgewesen mit Hindelbank vereinigt. Nach erfolgter Trennung wünschte sich die nun autonome Gemeinde ein eigenes Wappen. Die Gemeindeversammlung genehmigte am 25. April 1926  das von der Berner Wappenkommission vorgeschlagene Wappen mit dem aufrechten schwarzen Bären vor drei roten Pfählen.

 

Im Jahre 1905 wird Bäriswil erstmals mit Elektrizität versorgt. Am Nachmittag des 29. April 1908 verbrennen im Dorf elf schindelgedeckte Häuser. Rund 70 Personen aus 13 Familien verlieren ihr Obdach. Nach der Trockenperiode von 1947/48 wird die Wasserversorgung erstellt. Im Frühjahr 1960 wird das neue Schulhaus mit zwei Klassenzimmern, Handarbeitszimmer, Werkraum und Turnhalle bezogen, das alte Schulhaus wird abgerissen. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre werden Kanalisations- und Strassenarbeiten durchgeführt und 1969 das neue Feuerwehrmagazin eingeweiht.


Dorfentwicklung nach 1970

Zwischen 1850 und 1970 schwankte die Einwohnerzahl zwischen 440 und 505, war also sehr stabil. Um die Bauentwicklung ab 1970 besser in den Griff zu bekommen wurde eine Ortsplanung ausgearbeitet. In den nächsten dreissig Jahren verdoppelte sich die Einwohnerzahl von 505 im Jahre 1970 auf 1027 im Jahre 2000.

 

1974 erfolgt die erste öffentliche Kehrichtabfuhr
1975 erscheint erstmals die Dorfzeitung „Der Bäriswiler“
1976 erfährt das Schulhaus eine bauliche Erweiterung
1978 ist der Kindergarten in Hindelbank offen auch für die Kleinen aus Bäriswil
1982 nimmt der hauptamtliche Wegmeister seine Tätigkeit auf
1984 erhält Bäriswil einen eigenen Kindergarten
1985 zügelt die Gemeindeverwaltung ins umgebaute Bauernhaus am Hubel
1985 nimmt der erste vollamtliche Gemeindeschreiber seine Tätigkeit auf
1985 Schulhauserweiterung: Turnhalle, Aussensportanlagen, Werkraum und Pausenhalle
1986 Sanierung der Schiessanlage
1987 Anschaffung des ersten PC für die Gemeindeverwaltung
1987 Die Hornussergesellschaft übernimmt das alte Schützenhaus
1991 Die Schulanlage wird durch einen Pavillon erweitert
1993 Die Ortsplanungsrevision mit Baurglement wird genehmigt
1993 Bäriswil tritt dem Wasserverbund Grauholz AG (WAGRA) bei
1996 Die Gemeinde Bäriswil kauft die Liegenschaft Hinterer Hubel 8
1998 Einweihung der Zivilschutzanlage hinter dem Gemeindehaus
2000 Die Post zieht in die neuen Räume an der Dorfstrasse
2000 Errichtung des Retentionsbiotops Obere Rütte
   

Handwerk und Gewerbe

Die Röhrenhütte, ein Kulturgut von nationaler Bedeutung

In Bäriswil scheint das Handwerk nach 1750 „goldenen Boden“ besessen zu haben. Hafner, Tischmacher, Bildhauer und Glaser übten ihr Gewerbe aus. Die einzige bekannte Glaserwerkstätte des 18. Jahrhunderts im Amt Burgdorf war die des Jakob Kräuchi zu Bäriswil, der für seine Schliffscheiben bekannt war. Die blühenden Handwerke brachten Geld und Verdienst ins Dorf.

 

Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert verschaffte die Töpferei unserem Dorf einen weit verbreiteten Namen. In sieben Öfen wurde kunstvoll verziertes und beschriftetes Bäriswiler Geschirr gebrannt. Schöne Stücke sind in europäischen Museen zu besichtigen.

 

Paris Genf Zürich Langnau Thun

 

Am Hubel wurde die Hafnerhütte, die heutige Röhrenhütte, erstellt. Unter den damaligen Berner Töpfereien war sie eine der grösseren. Das Hütte ist ein Ständerbau mit einer ungewöhnlichen Dachkonstruktion. Diese erlaubte die Erstellung einer stützenfreien Halle mit den für damals bemerkenswerten Massen von 8.50 x 6.75 m.

 

Um 1850 brachten wachsende Konkurrenz die verschiedenen Gewerbe zum Aussterben. Von den sieben Brennöfen war zuletzt nur noch der in der Hafnerhütte im Betrieb. Nach 1870 bis Mitte des 20. Jahrhunderts fabrizierte man dort Tonröhren, sogenannte Teuchel. Die Hafnerhütte wurde zur Röhrenhütte. Sie ist mit ihren Einrichtungen erhalten geblieben. Ausgrabungen haben gezeigt, dass es sich beim Röhrenhaus um ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung handelt. Heute ist das Röhrenhaus im Besitz einer Stiftung.

 

Nachdem sich im 18./19. Jahrhundert die Bäriswiler vor allem als Handwerker einen guten Namen geschaffen hatten, begannen sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen blühenden Eier-, Geflügel-, Butter- und Fellhandel. Sie zogen an Markttagen nach Bern und Burgdorf, um ihre Ware abzusetzen.

Natur

Die Natur leistet einen grossen Beitrag an die Lebensqualität in Bäriswil. Es lohnt sich, dazu Sorge zu tragen.

Natur


Wald

 

Die idyllische Lage von Bäriswil ist vor allem auf die waldigen Hügel zurückzuführen, die unser Dorf auf drei Seiten umschliessen. Der Wald legt den Einwohnerinnen und Einwohnern das Erholungsgebiet vor die Haustüre. Ein Netz gut ausgebauter Wald-wege laden zum Spazieren, ein Vita-Parcour zum Sport treiben ein. Die Gemeinde errichtet jährlich einen Beitrag zum Unterhalt der Waldwege.

Wald

 


Landschaft

 

Bäriswil liegt in einer abwechslungsreichen Landschaft. Gegen Norden offen mit In-dustrie, Bahn und Strassen, gegen Süden umgeben von Wald, ruhig und idyllisch. Die Gemeinde legt Wert auf die Erhaltung dieser Landschaft. Neu gibt das Land-schaftsentwicklungskonzept Gelegenheit, Bestehendes zu erhalten und Neues zu schaffen.

Husmatt


Bermoos, Naturschutzgebiet von regionaler Bedeutung


Südlich von Bäriswil in einer kleinen Mulde ohne natürlichen Abfluss liegt das Ber-moos, ein kleines Sumpfgebiet. Ein Rest ursprünglichen Landes, das Tacitus ums Jahr 1000 n.Chr. „grauenhaft wegen seiner Wälder und hässlich wegen seiner Sümp-fe“ beschrieben hat. Der Name Bermoos ist nicht auf Beeren zurückzuführen, son-dern auf Perolt, der auch Bäriswil zu seinem Namen verhalf. Eine Lehmschicht in ungefähr zwei Metern Tiefe verhindert das Versickern des Wassers. Jahrhunderte lang wurde das Bermoos landwirtschaftlich genutzt und damit vor dem Verlanden bewahrt. Die Kinder fanden im Winter eine natürliche Eisfläche zum „Zybe“. Seit 1968 steht das Bermoos unter Naturschutz. Mit dieser Massnahme haben wir Ge-währ, dass das Feuchtgebiet als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie als Erho-lungsgebiet für Gross und Klein erhalten bleibt.

Bermoos

Schule

Bis zur 6. Klasse werden Ihre Kinder in Bäriswil betreut und unterrichtet (Kindergarten und Primarschule). Die Klassen der Oberstufe besuchen die Kinder in Hindelbank.

Schulleitung:
Thomet Christine Schörgummenstr. 54 3044 Innerberg 031 829 10 80

Abwart:
Lehmann Martin Dorfstrasse 25 3323 Bäriswil 079 692 82 62

Telefon Lehrerzimmer:
Die Lehrkräfte sind zwischen 08.00 – 08.15 Uhr und
10.00 – 10.10 Uhr im Lehrerzimmer erreichbar. 031 859 07 15

Telefon Kindergarten: 031 859 40 54

Regionales Schulinspektorat:
Heinz B. Zaugg, Meisenweg 2, 3400 Burgdorf 034 428 66 65


Schulkommission
 
Gemeindeverwaltung Bäriswil · Hubelweg 10 · 3323 Bäriswil
Tel. 031 850 33 50 · Fax 031 850 33 59 · Mail senden